Read Krise und Zukunft der Demokratie by Felix Somary Online

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Der sterreichisch schweizerische Bankier und National konom Felix Somary 1881 1956 galt zu Lebzeiten als Orakel, da er politische wie wirtschaftliche Krisen darunter sogar Hitlers Machtergreifung pr zise voraussagen konnte Mit Max Weber, Joseph Schumpeter, Otto Bauer, Sir Ernest Cassel und vielen anderen Gr en seiner Zeit war er befreundet Somary re ssierte als Wissenschaftler u.a als Assistent bei Carl Menger und Eugen von Philippovich in Wien , Bankier Blankart Cie und Berater der M chtigen Seine zahlreichen wegweisenden Ver ffentlichungen wie etwa seine 1915 erschienene Bankpolitik wurden in viele Sprachen bersetzt Seinen 1952 erstmals ver ffentlichten Essay ber Krise und Zukunft der Demokratie bezeichnete der Vision r als sein politisches Testament....

Title : Krise und Zukunft der Demokratie
Author :
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ISBN : 3940431192
ISBN13 : 978-3940431196
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : TvR Medienverlag Jena Auflage 4 Auflage 18 Januar 2010
Number of Pages : 160 Seiten
File Size : 660 KB
Status : Available For Download
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Krise und Zukunft der Demokratie Reviews

  • Wolfgang >60
    2019-08-30 15:54

    Dieses Buch ist ein Schatz – eine Sammlung an politischem Weitblick und persönlicher Lebenserfahrung aus der übergeordneten Sicht eines aus Österreich stammenden, in der Schweiz tätigen Bankiers, deren Bedeutung in der Orientierungsmöglichkeit in unserer schnelllebigen Zeit liegt.Dessen nüchterne, konservative Sichtweise ist ein hilfreiches Korrektiv zu aktuellen Büchern mit schnellen Analysen und panischen Lösungsvorschlägen – wegen der Berücksichtigung langfristiger Folgen vor historischem Hintergrund.Ich habe das Buch neben Zizeks „Der neue Klassenkampf“ – erneut – gelesen und als wechselseitige Anregung genossen!Somary bezieht sich auf Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts, bietet aber gerade deshalb eine Fülle an Erkenntnissen, die auch heute noch die Ursachen aktueller Probleme deutlich machen können.Die Probleme politischer Systeme der Neuzeit leitet Somary aus den Forderungen der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - ab:"Aus dem Nationalismus und der Idee der Selbstbestimmung der Nationen erwuchs in allen neugeformten oder neugeeinten Staaten Europas die Despotie. Neben den despotischen Kommunismus trat der despotische Nationalismus; der erste leitete sich von der Idee der Gleichheit, der zweite von der der Freiheit ab.""Die Vereinigten Staaten galten den Nationen Europas und Südamerikas als Führer der Demokratie und hielten sich selbst dafür.""Das bisherige Bestreben der Vereinigten Staaten, allen anderen Nationen die Demokratie zu bringen, erwies sich als noble, aber gefährliche Utopie."...Somary spricht bereits 1952 mögliche Entwicklungen an, über deren Weitblick man auch heute nur staunen kann; man wünscht sich Politiker – und Medien! -, die mit gleicher Scharfsicht die für die nächsten fünfzig Jahre wichtigen Entscheidungen treffen und vermitteln!Ein wichtiges Buch!

  • Hubert Milz
    2019-09-17 13:02

    1952 erschien dieses kleine Buch zum ersten Male; verschiedentlich neu aufgelegt war dieses Büchlein - ein Geheimtipp für "Freunde der Freiheit" - lange Zeit vergriffen und auch antiquarisch kaum noch zu finden. Deshalb großen Dank an den TvR-Medienverlag für die Neuauflage des "politischen Vermächtnis" von Felix Somary, einem unvergleichlichen Seher für die Gefahren, die der Freiheit des Individuums drohen. Felix Somary wurde schon zu Lebzeiten ein Krisenprophet genannt, einer der stets treffsichere Prognosen machte. Die Politik holte zwar seine Meinung ein, aber selbstverständlich hörte sie nicht auf ihn - Kassandra ist nun einmal unerwünscht.Felix Somary verortet den historischen Unterschied zwischen Orient und Okzident im Gegensatz von Despotie und individueller Freiheit. Diese Freiheit ist durch die Wirkungen des Christentums im Okzident ein Allgemeingut geworden, aber die "drei Ideenbewegungen" des Okzidents brachten das Gegenteil des Erwünschten:- Die Kreuzzüge führten zum Verlust Konstantinopels und des Byzantinischen Staates.- Die Reformation, die Glaubensfreiheit erstreiten wollte, führte zum 'cuius regio, eius religio'; d. h., der Landesherr zwang seinen Untertanen diktatorisch den Glauben, die Religion auf.- Die Französische Revolution sollte dem Bürgertum die politische und wirtschaftliche Souveränität bringen und verfehlte dieses Ziel. Schon die Revolution an und für sich war in vieler Hinsicht eine "Sex- und Mordorgie", und die dreckige Nachgeburt dieser Revolution führte im 20. Jahrhundert zu zwei planmäßig inszenierten Weltkriegen und grauenhaften Despotien.Ganz in Tradition eines Alexis Tocqueville stehend, auf den sich Somary auch bezieht, sieht er die westlichen Demokratien durch den Größenwahn der (modernen) Jakobiner - jedweder politischen Richtung - unaufhaltsam über den Weg der totalitären und egalitären Demokratie in die kommunistische Diktatur münden.Das klaglose Akzeptieren und Hinnehmen der konfiskatorischen Steuern bspw., da angeblich demokratisch legitimiert, dokumentiere den Sieg der kollektivistischen Gleichmacherei über den Freiheitswillen der Menschen.Die demokratisch legitimierten Tyrannen erwarten und verlangen die bindungslose Kapitulation; in früheren Zeiten war die Regierung abhängig vom privaten Eigentum, heutzutage ist dies umgekehrt: Der Einzelne ist abhängig von den scheinbaren "Wohltaten" der modernen Tyrannen. Somary sieht im Papiergeldmonopol des Staates (also im immateriellen staatlichen Zwangsgeld) das entscheidende Instrument der Politik, um diese Abhängigkeiten der Untertanen festzuzurren. Die Inflationierung der Geldmenge ist das profunde Mittel hierfür: das Privateigentum wird zersetzt und die Menschen abhängig von den "staatlichen Wohltaten"; der Staat zahlt seine Schulden mit - von ihm selbst geschaffenem und den Menschen als gesetzliches Zahlungsmittel aufgezwungenem - wertlosem Altpapier zurück. Dies ist so, als ob ein Mörder über sich selbst zu Gericht säße und dabei auch noch den Vorsitz führt!

  • Daniel Haase
    2019-09-16 13:54

    Neben unglaublich vielen schlechten und einem Haufen mittelmäßiger gibt es nur wenige gute und wirklich ganz selten Bücher, die das Potential haben, ihrem Leser die Augen zu öffnen und die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel klar und deutlich zu erkennen. "Krise und Zukunft der Demokratie" von Felix Somary ist ein solch erstklassiges Buch. Ich bin begeistert, dass sich endlich ein Herausgeber gefunden hat, der es wieder aufgelegt hat. Lassen Sie sich begeistern von Somarys klarem Blick auf historische Entwicklungen und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ein auch nach jahrzehnten immer noch hoch aktuelles Werk: Für alle Freunde der Freiheit ist das Buch eine Offenbarung.